Rasenarten

RasenWer beim Gärtner von Rasen spricht, den er gerne für seinen Garten hätte, wird ganz schnell mit der Frage konfrontiert, welcher Rasen es denn sein soll? Im Bereich der Landwirtschaft gehört Rasen zum so genannten Grünland. Der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege definiert Rasen als „dicht wachsende Pflanzendecke, die aus kurz geschnittenen Gräsern besteht“. Das lässt letztlich auch für den Gartenrasen viel Raum für verschiedene Arten einer solchen Pflanzendecke.

Zurzeit existieren offiziell über 300 Rasensorten, für die es auch eine DIN-Norm gibt: die DIN 18917. Unterschieden werden hier vier Rasenarten: der Zierrasen, der Gebrauchsrasen (das ist derjenige, der etwa in den Gärten meist als Untergrund dient), der Strapazierrasen (beispielsweise für Sportflächen und Spielplätze) und der Landschaftsrasen, der zwar gepflegt wird, aber schon Ähnlichkeiten mit der wild wachsenden Blumenwiese aufweist. Daneben gibt es andere Begriffe rund um den Rasen; entscheiden kann man sich beispielsweise auch für den so genannten Schattenrasen, der besonders gut an schattigen Plätzen gedeiht.

Wer seinen Rasen pflanzen möchte, der benötigt — klar — Saatgut dafür. Das Saatgut besteht, je nachdem, welcher Rasen angelegt werden soll, aus unterschiedlichen Grasarten. Oftmals dabei sind folgende Arten:

  • Rohrschwingel
  • Deutsches Weidelgras
  • Horstrotschwingel
  • Härtlicher Schwingel
  • Lägerrispe
  • Wiesenrispe
  • Ausläuferrotschwingel

Wer Saatgut für Rasen kauft, tut gut daran, einmal einen Blick auf die Grasarten zu werfen, die im Saatgut der Wahl enthalten sind. Saatgut unterscheidet sich nicht allein im Preis, der mitunter nur wenige Euro pro Kilogramm beträgt, ab und an aber auch auf 30€ ansteigt. Unterschiede liegen auch in der Qualität des Saatguts. Verwendet wird gerade bei der billigeren Variante gerne auch einmal so genanntes Futtergras, das oft nicht die gesamte Fläche eines Rasens gleichmäßig bedeckt. Da lohnt es sich häufig, von Anfang an, etwas mehr Geld auszugeben, um dann hinterher mit dem Ergebnis zufrieden sein zu können. Möchte man sich unabhängig und gut informieren, welche Grasarten sich wofür gut eignen, kann man beim Bundessortenamt beschreibende Sortenlisten bestellen oder sich in der Onlinedatenbank nach einzelnen Grasarten erkundigen.