Düngen und Bewässern

RasenWer seinem Rasen Gutes tun möchte, der düngt ihn! Das gilt oftmals, ist auch oftmals richtig, aber eben nicht immer. Gerade beim Düngen kann man einige Fehler machen. Zunächst einmal: Wächst das Gras des Rasens ohne Dünger gleichmäßig und in saftigem Grün, so ist kein Dünger vonnöten. Ist es jedoch gelb verfärbt und wächst nur sehr langsam, so kann das auf einen Nährstoffmangel des Bodens hindeuten. Nährstoffe, die das Gras braucht, sind beispielsweise Kalium, Stickstoff, Magnesium und Phosphat. Die einzelnen Nährstoffe haben jeweils unterschiedliche Aufgaben. Stickstoff regt etwa die Bildung von Chlorophyll an, während Kalium das Gewebe des Grases festigt und es so beispielsweise vor Krankheiten schützt und Phosphor unter anderem das Wurzelwachstum anregt. Sind zu wenige dieser Nährstoffe im Boden vorhanden, sollte der Boden durch Dünger angereichert werden. Gut geeignet sind Langzeitdünger, die die Nährstoffe — wie der Name es vermuten lässt — über einen längeren Zeitraum an den Boden abgeben. Das führt nicht zu einem eher unerwünschten ganz schnellen Wachstum und einem darauf folgenden erneut ausgelaugten Boden. Der Langzeitdünger wird zweimal pro Jahr verwendet; eine erste Düngephase beginnt etwa Mitte April, eine zweite sollte im Juli erfolgen. Ist der Boden besonders nährstoffarm oder ist der Rasen sehr belastet, so wird eine dritte Düngung empfohlen, die auch bei Rasenflächen im Schatten von Häusern und Bäumen angebracht ist. Je nach Jahreszeit, kann man auch auf spezielle Frühjahrs-, Sommer und Herbstdünger zurückgreifen. Dünger, die in Gärtnereien oder landwirtschaftlichen Betrieben verwendet werden, sind allerdings meist unbrauchbar. Die zugeführten Nährstoffe sind nicht die richtigen und an einer Langzeitwirkung mangelt es auch. Fachleute empfehlen, Rasen nach dem Mähen zu düngen, wenn das Gras schön kurz ist.

Rasen bewässern

Wasser sorgt dafür, dass sich die Nährstoffe im Boden lösen und dass sie den Pflanzen zugeführt werden. Insofern kann es durchaus zum Problem werden, wenn der Regen längere Zeit ausbleibt. Hier hilft meist nur noch eins: das Bewässern des Rasens. Die Gartenakademie Baden-Württemberg empfiehlt bei trockenem Rasen dreimal pro Woche intensiver mit 12 bis 15 Litern pro Quadratmeter zu wässern, nicht jedoch öfter mit geringerer Wassermenge, damit das Wasser tief genug in den Boden eindringt und auch dort die Wurzeln erreicht. Natürlich lässt sich die Bewässerung des Rasens mit einem einfachen Gartenschlauch realisieren, andererseits gibt es auch komplexere Bewässerungssysteme, die einem einige Mühe abnehmen.